Die AVIATICS auf den 33. Internationalen Gefahrgut-Tagen in Hamburg

21.02.2017

Seit dem 19. Februar finden in Hamburg die 33. Internationalen Gefahrgut-Tage statt. Sylvia Gadomski, LBA-zertifizierte Ausbilderin für alle Personalkategorien und Gefahrgutbeauftragte der AVIATICS, ist vor Ort.

Gefahrgut-Oscar für Gehard Lahmann von der GeBe Westfalen AG

Bereits vorgestern wurde der 27. Deutsche Gefahrgut-Oscar an Gehard Lahmann, Gefahrgutbeauftragter der GeBe Westfalen AG, verliehen. In seiner Dankesrede sprach Lahmann über die Vorteile eines Mittelständler beim Gefahrgutversand. Dazu zählte er kurze Reaktionszeiten bei den zuständigen Gremien und die Möglichkeit des direkten Feedbacks zum Abschätzen der Umsetzbarkeit und Auswirkungen von Rechtsänderungen. Auf die Kontrollpraxis bezogen, hob er die lokale Expertise von Unternehmen hervor und sprach sich für mehr Vertrauen in die einzelnen Betriebe aus.

One-Stop-Shopping gefordert

Klaus Reinhardt, Senior-Berater SAP EHS-Gefahrgut, betrachte die aktuellen Gefahrgutregeln aus der Sicht eines erfahrenen IT'lers. Er weist darauf hin, dass es insbesondere für fachfremde Personen, die versuchen die Systematik der Vorschriften zu erfassen und logisch zu hinterfragen, noch Verbesserungspotential besteht. Unterschiedliche Fundstellen für gleiche Sachverhalte und zahlreiche Verweise würden im Zweifelsfall nicht den Eindruck erwecken, dass tatsächlich so etwas wie eine globale Harmonisierung der Regeln stattfindet. Vielmehr - wie im Fall der Lithium-Batterien - würde den aktuellen technischen Entwicklungen hinterhergehechelt. Verbesserungen könnten schon erreicht werden, wenn Redundanzen im Bereich der Definitionen verringert würden. 

Kommentare und Kritik erwünscht: Neues Konzept zu Gefahrgut-Trainings vorgestellt

Technical Officer Lynn McGuigan von der ICAO stellte die Regeln zum "competency-based training" für Gefahrgut vor. Im Mittelpunkt ihres Vortrages stand die Erkenntnis, dass sich die bisherigen starren Personen-Kategorien für Gefahrgut-Trainings als wenig hilfreich erwiesen haben. Vorgeschlagen wird, dass der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter den individuellen Trainingsbedarf auf Basis durchgeführter Tätigkeiten ermittelt und vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten berücksichtigt. Auch eine reine Wissensabfrage am Ende einer Schulung soll ersetzt werden durch den konkreten Nachweis der erlangten Kenntnisse. Ziel ist, dass jeder Mitarbeiter seine eigenen Aufgaben korrekt in Übereinstimmung mit den Gefahrgutregeln durchführen kann. Die Diskussion über das "wie" soll mit allen beteiligten Parteien geführt werden. Deshalb besteht noch bis Ende März bei der ICAO die Möglichkeit, Feedback und Kommentare einzureichen. Daran wird sich die AVIATICS beteiligen und eigene Trainings zeitnah aktualisieren.

Die Zukunft kommt näher: Bericht aus den Gremien

Gudula Schwan und Helmuth Rein aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur berichteten abschließend aus den Normensetzungsgremien etwa zu den Änderungen im Bereich ADR/RID/ADN für das Jahr 2019. Mit einem dringenden Appell zur aktiven Beteiligung in den Gremien und einem Aufruf zur Verbandsarbeit wurden die Vorträge geschlossen.

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