Infektiöse Stoffe sicher versenden – Gefahrgutrechtliche Vorschriften einhalten

Infektiöse Stoffe sicher versenden – Gefahrgutrechtliche Vorschriften einhalten

Schon im März hat die Bayerische Gewerbeaufsicht unter Anweisung der Bayerischen Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf (hier nachlesen) eine Kontrollaktion verfügt, um über die Beförderung von gefährlichen Stoffen im Klinik- und Laboralltag zu informieren. Der Grund: Vielen Mitarbeitern in Praxen, Laboren oder Krankenhäusern sind die rechtlichen Vorgaben zum Transport infektiöser oder potenziell infektiöser Stoffe nicht bekannt.

Vorschriftenkonform versenden, um Gefährdungen und Haftungsrisiken zu vermeiden

Etwa 250.000 diagnostische Proben1 werden allein in Deutschland täglich versandt. Dazu gehören Blut-, Urin-, Stuhl- oder Gewebeproben und Abstriche, die im Sinne der Gesundheit von Patienten schnell ausgewertet werden müssen. Potenziell sind diese Proben infektiös und müssen daher nach den entsprechenden Gefahrgutvorschriften versendet werden. Als Versender tragen Sie die Verantwortung, die Gefährdung von Mensch und Umwelt dabei so gering wie möglich zu halten. Mit dem Versand einher geht die Frage nach der richtigen Klassifizierung des Materials und in Abhängigkeit des Transportweges stellt sich die Frage nach der einschlägigen Regelung.

Das Versenden biologischen Materials unterliegt den Gefahrgutrichtlinien der International Air Transport Association (IATA-DGR), der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschiff (GGVSEB) oder den Regelungen für die Beförderung von gefährlichen Stoffen und Gegenständen bei kommerziellen Anbietern wie der Deutschen Post. All diese Regelungen basieren auf den „Recommendations on the Transport of Dangerous Goods – Model Regulations“ der Vereinten Nationen, auch genannt „Orange Book“. Ansteckungsgefährliche Stoffe gehören hiernach der UN-Klasse 6.2 an. Aber ganz gleich welcher Transportweg gewählt oder um welchen Stoffes es sich handelt – die AVIATICS schult den Versender.

Als führender Ausbilder im Bereich Transportsicherheit bieten wir den passenden Kurs „Gefahrgutvorschriften im Luftverkehr nach ICAO-T I (Part 1 Chapter 4) und IATA-DGR zum Versand infektiöser Stoffe“ oder für weitere Verkehrsträger nach GGVSEB/ GGVSee und den einschlägigen internationalen Abkommen wie ADR oder IMDG an.

Gefahrgutvorschriften in Präsenzschulung kompetent vermitteln

Unser Training, das laufend den aktuellen Rechtsvorschriften angepasst wird, umfasst u.a. folgende Bereiche:

  • Allgemeine Rechtsgrundlagen der ICAO/ IATA; UNECE oder IMO und weiteren internationalen Organisationen für den Transport
  • Freistellung für Proben, Stoffe und Medizinprodukte
  • Zuordnung der richtigen UN-Nummern und Versandbezeichnungen
  • Verpacken, Markieren und Kennzeichnen von Gefahrgut
  • Erstellen eines rechtssicheren Beförderungspapiers
  • Meldepflichten bei Gesundheitsbehörden, Veterinärbehörden oder Luftfahrtbehörden

Erfahrene Trainer - zertifiziert vom Luftfahrtbundesamt (LBA)

Sylvia Gadomski, LBA- zertifizierte Ausbilderin für alle Personalkategorien und Gefahrgutbeauftragte, vermittelt in einer Tagesschulung das notwendige Wissen über den sicheren Umgang mit und sicheres Befördern von infektiösen Stoffen. Der Teilnehmer erhält bei bestandener Abschlussprüfung ein Zertifikat für Versender, Personalkategorie 1, das zum Versand zum Versand infektiöser Stoffe im Luftverkehr berechtigt. Es ist 24 Monate gültig und vom LBA anerkannt nach 1.5 IATA-DGR.

Sprechen Sie uns an – wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot

Quellen:

1) Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, 2005 in : Mitteilungen: Versand von medizinischem Untersuchungsmaterial – Neue Bestimmungen ab 2007, http://www.aerzteblatt.de/archiv/57647 zuletzt abgerufen am 12.05.2016